So viele Menschen hatten die rund 60 Musikerinnen und Musiker der Johannes-Kantorei Wewer, der Musikkapelle bzw. Jugendkapelle Wewer noch nie in der stimmungsvoll beleuchteten Pfarrkirche bei einem Konzert gesehen. Begeistert stimmten sie dann auch alle auf das kurz bevorstehende Weihnachtsfest ein.
Gemeinsam musizierten sie zu Beginn das klassische Adventslied „Macht hoch die Tür“ in einer Bearbeitung für Chor und Blasorchester von Tobias Lehmenkühler und luden sofort zum Mitsingen ein. Der Chor übernahm mit Max Regers klangvollem „Unser lieben Frauen Traum“ und David Willcocks „Angelus ad virginem“. Die Musikkapelle wusste die Zuschauerinnen und Zuschauer mit der schwungvollen, abwechslungsreich arrangierten Komposition „Die Winterrose“ von Kurt Gäble zu begeistern. Tobias Lehmenkühler und sein Chor entführten das Publikum mit dem zauberhaften „Christmas Lullaby“ von Andrea Figallo und John Rutters „The very best time of year“ in die verträumte Welt eines verschneiten Familienweihnachtsfestes. Carmelo Quirante-Kneba und die Musikkapelle setzten mit „Wir freuen uns auf Weihnachten“, arrangiert von Guido Rennert, die romantisch-verspielte Illusion fort. Mit Georg Friedrich Händels festlichem „Tochter Zion“ endete das rund einstündige Konzert.
Unbestritten der Höhepunkt des Konzertes war für die Musikerinnen und Musiker und auch das Publikum das Stück „Non nobis Domine“ aus dem Film „Heinrich V“. Zu Beginn gestalteten nur einige Herrenstimmen, begleitet durch wenige Instrumente, das faszinierende Werk, dessen Intensität sich von Strophe zur Strophe steigerte, bevor am Ende rund 60 Musikerinnen und Musiker eine klanggewaltige Schlussstrophe erklingen ließen. Das Publikum feierte die Akteure minutenlang mit einer Standing Ovation und erklatschte sich dieses Stück auch als Zugabe.
Foto (Musikkapelle Wewer): Drei Klangkörper folgten dem Taktstock von Tobias Lehmenkühler.