Orgelvesper am Palmsonntag

Tobias Lehmenkühler, Chorleiter der Johannes-Kantorei und studierter Kirchenmusiker, gestaltet am Palmsonntag, 28. März 2021, um 16 Uhr eine Orgelvesper gemeinsam mit Diakon Theo Breul.

Schon seit einiger Zeit haben die Orgelvespern in der Pfarrkirche St. Johannes in Wewer großen Zulauf. Das Interesse an Orgelmusik auf hohem künstlerischen Niveau in Verbindung mit geistlichen Impulsen scheint viele Menschen in Wewer und auch aus der näheren Umgebung anzusprechen.

Die Kirche begeht mit dem Palmsonntag den Beginn der „Heiligen Woche“, die über den Gründonnerstag und Karfreitag zum Osterfest führt. Aus diesem Anlass gestalten der Organist Tobias Lehmenkühler, gleichzeitig Chorleiter der Johannes-Kantorei Wewer, und der Diakon Theo Breul eine Orgelvesper am Palmsonntag, dem 28. März um 16.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Johannes in Wewer. Im Mittelpunkt stehen die Lesungstexte des Palmsonntags: Der Einzug Jesu in Jerusalem, das letzte Abendmahl und die Kreuzigung.

Die Orgelvesper beginnt mit dem dramatischen Praeludium e-moll von Nicolaus Bruhns. Danach folgt auf eine kurze Schriftlesung jeweils ein Choralvorspiel, das inhaltlich zum gerade Gehörten Bezug nimmt: Nach dem Abendmahlsbericht spielt Tobias Lehmenkühler das Choralvorspiel „Schmücke dich, o liebe Seele“ von Johann Sebastian Bach. Das zugrunde liegende Kirchenlied ist eines der wenigen evangelischen Abendmahlsgesänge. Der Text spricht vom großen Verlangen, Gott in der Gestalt von Brot und Wein aufzunehmen – meisterhaft von Bach in eine zärtlich-sehnsuchtsvolle Tonsprache umgesetzt.

Das Choralvorspiel „O Haupt voll Blut und Wunden“ von Josef Gabriel Rheinberger sinnt über die Folterung und Verwundung Jesu nach, das gleichnamige Lied zählt ja zu den bekanntesten Passionsgesängen überhaupt.

Der Tod Jesu wird  durch den Orgelchoral „O Lamm Gottes, unschuldig“, wiederum aus der Feder J.S. Bachs, aufgegriffen. Dieses Stück weist einen überaus tröstlichen Charakter auf, der den Tod Jesu nicht als Katastrophe, sondern als Erlösung der Menschheit interpretiert.

Lediglich die Ausführung der Textzeile „...sonst müssten wir verzagen“ lässt durch die starke Verwendung von Chromatik beim Hörer einen Moment der Verzweiflung entstehen. Das anschließende „Gib deinen Frieden, o Jesu“ versöhnt durch die angenehme, fließende Tonsprache.

 Der Eintritt zur Orgelvesper ist frei, am Ende wird um eine Spende zur Unterstützung der Kirchenmusik in St. Johannes gebeten.

 Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Es gelten die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen.